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Neuigkeiten
19.02.2021, 18:00 Uhr
Man muss Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann
Im Februar erschien in der MOZ ein Leserbrief, der mit Falschbehauptungen und Beleidigung versucht Zwietracht zu säen. Unsere Erwiderung darauf wurde leider nicht gedruckt. Da wir wiederholt auf die Anschuldigungen angesprochen werden, veröffentlichen wir unsere Antwort an dieser Stelle.

Liebe Marie Richter,

in Ihrem Leserbrief empörten Sie sich über einen MOZ-Beitrag zu den Impftransporten in Panketal. Darin hatten wir kritisiert, dass der Bürgermeister einen Beschluss der Panketaler Gemeindevertretung nicht umsetzt. In diesem Beschluss heißt es, dass der Bürgermeister ein Personenbeförderungsunternehmen damit beauftragen soll, einen Pendelverkehr zu den Brandenburger Impfzentren für alle Panketaler über 70 oder mit Vorerkrankungen anzubieten. Statt diesem Beschluss zu folgen, bat der Bürgermeister ehrenamtliche Helfer um private Fahrhilfe. Hierzu fragen Sie: „Kann Frau Enkelmann nicht lesen, oder geht es um etwas anderes?“. Und bei dem „anderen“ geben Sie auch gleich einen Tipp – Sie wittern saftige Versorgungsaufträge für „den Partei-Kollegen und Bus-Unternehmer Brust“.
Leserbrief MOZ vom 13.02.

Tatsächlich ist unsere Kritik nicht durch Leseschwäche begründet und auch nicht durch Vetternwirtschaft. Herr Brust ist zudem weder Mitglied der CDU, noch Parteifreund. Er ist unabhängiger Panketaler Unternehmer, der seit Jahren mit seinen Steuern diese Gemeinde finanziert und derzeit ebenso wie einige andere Transportunternehmen dieser Region um Existenz und Arbeitsplätze kämpft. Die Beauftragung eines geeigneten Personenbeförderungsunternehmens erfolgt zudem nicht durch uns, sondern den Bürgermeister – nach der Einholung von mindestens 3 Angeboten. Gezahlt werden soll auch nicht pauschal, sondern nur wenn gefahren wird. Ein Auftragnehmer steht also nicht fest und saftige Rendite winkt auch nicht.

Nachdem dies klargestellt ist, möchte ich Ihnen die sachlichen Argumente unserer Kritik erläutern: In Panketal leben rund 3.000 Menschen über 70 Jahre, die nicht durch mobile Impfteams in Pflegeheimen erfasst werden. Solange Impfangebote vor Ort weiter vom Brandenburger Gesundheitsministerium abgelehnt werden, müssen diese 3.000 Panketaler Senioren den Weg zu den Impfzentren antreten. Nicht alle können dabei auf Hilfe im privaten Umfeld zurückgreifen. Die Impfung gerade dieser Altersgruppe entscheidet aber darüber, wann wir diese Krise überwinden werden. Jede weitere Woche bedeutet dabei ein Gesundheitsrisiko vor allem für Senioren und jede Woche Lockdown kostet die Bundesrepublik 1,5 Mrd. Euro – eine Zahl, hinter der viele private Schicksale und Existenzen stehen.

In den nächsten Wochen sollen nun endlich ausreichend Impfdosen zur Verfügung stehen. Wir wollen, dass Panketal einen Beitrag zur Lösung leistet und jedem Panketaler Impfpatienten über 70 Jahren einen Transport zum Impfzentrum bereitstellt. Das reduziert einige Sorgen, lässt flexiblere Terminvereinbarung zu und sichert das zuverlässige Erscheinen zum Termin. Selbst wenn nur ein Drittel, also 1.000 Senioren, das Transportangebot wahrnehmen möchten, wäre dies in ca. zwei Monaten - bei 11 möglichen Impfzentren und Wartezeit vor Ort - nur mit ausreichend Fahrzeugen und Fahrern professioneller Beförderungsunternehmen machbar. Auch eine Versicherung der Fahrgäste, barrierefreie Fahrzeuge und ein Hygienekonzept sind nur bei einem professionellen Unternehmen sichergestellt. Also nochmal: nein, es geht uns nicht um saftige Versorgung, sondern um einen Weg aus der Krise. 

Leider hat uns der Bürgermeister wiederholt klargemacht, dass die Beauftragung eines Personenbeförderungsunternehmens warten kann. Dabei wäre gerade die aktuelle Impfflaute ideal, um Angebote einzuholen, einen Vertrag für ein Impfshuttle auszuhandeln und alle Senioren schriftlich zu informieren.

Sie werfen uns zudem Undankbarkeit gegenüber den ehrenamtlichen Helfern vor. Wir sind jedem, der hilft, dankbar. Wir sind aber auch realistisch. Nur mit ehrenamtlichen Helfern können wir die Fahrt nicht für alle Panketaler über 70 oder mit Vorerkrankungen sicherstellen – genau das war aber Ziel des beschlossenen CDU-Antrages. Anderes zu behaupten, ist nicht fair gegenüber denen, die sich darauf verlassen und dann doch allein dastehen, nicht fair gegenüber Ehrenamtlern, die plötzlich zum Vollzeit-„Taxifahrer“ werden und nicht fair gegenüber denen, deren Job eine solche Fahrt eigentlich wäre, die aber keine Arbeit mehr haben. Nicht zuletzt: jeder fehlende Transport oder verpasste Impftermin behindert den Fortschritt der Impfkampagne und damit die Rückkehr in unser "altes" Leben.

Wir leben in einer Zeit, in der Entscheidungen und Initiative gefragt sind, nicht Zauderei und auch keine Zwietracht. In diesem Sinne, schreiben Sie uns gern direkt Ihre Fragen und Hinweise, aber bleiben Sie sachlich. Wir antworten gern und kümmern uns um Ihre Anliegen.

Herzliche Grüße, 

Christin Enkelmann (CDU Panketal)