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23.09.2020, 10:00 Uhr
Leinenpflicht und Hundeauslaufplätze

Zum Thema freilaufende Hunde und Leinenpflicht erreichten uns verschiedene Fragen und Bitten. Darauf aufbauend hat die CDU-Fraktion eine Leinenpflicht auf öffentlichen Straßen und Plätzen in Verbindung mit der Einrichtung von zwei Hundeauslaufplätzen beantragt. Dieser Antrag wurde im September von der Gemeindevertretung abgelehnt.

Straßen und Gehwege sind kein Hundeauslaufgebiet. Um Unfälle mit Menschen, Fahrzeugen und anderen Tieren zu vermeiden, ist eine Leinenpflicht daher aus unserer Sicht sinnvoll. Leinen schließen nicht vollkommen aus, dass Unfälle passieren. Leinen machen es den Hundehaltern aber einfacher, ihre Vierbeiner bei sich zu halten. Die Neugier und der Jagdtrieb von Hunden ist selbst bei sehr gut erzogenen Hunden manchmal stärker als der Ruf des Besitzers – das verunsichert und ängstigt manche Spaziergänger (vor allem mit Kindern), bringt Fahrradfahrer und auch Jogger immer wieder zu Boden und führt manchmal mit anderen Hunden aber auch mit Menschen zu gefährlichen Auseinandersetzungen. 

Weil Hunde ihre Neugier ausleben und auch frei laufen sollen, haben wir gleichzeitig die Einrichtung von zwei Hundeauslaufplätzen beantragt. Bisher gibt es einen solchen öffentlichen und kostenfreien Platz in Panketal nicht. Aus unserer Sicht ließen sich hier sicher geeignete Flächen finden. Eine von BVB/Freie Wähler eingeladene Expertin stellte allerdings klar, dass mind. 5 Hektar benötigt werden und sprach sich für kommerzielle Bewirtschaftung, ähnlich ihres eigenen Betriebs, aus. Eine so große Fläche im dicht besiedelten Panketal für beide Ortsteile zu finden, ist allerdings schwer – wir fänden daher zwei offizielle Auslaufplätze besser als gar keinen.

Ein weiteres Argument gegen den Antrag: „Das Ordnungsamt in unserer Gemeinde wird eine Leinenpflicht eh nicht kontrollieren.“ Dem setzen wir entgegen, dass sich das durch Anweisung des Bürgermeisters ändern ließe. Wenn wir sinnvolle Regeln ablehnen, weil sie in Panketal nicht nachgehalten werden, sollten wir nicht zuerst die Regeln abschaffen – auch wenn das manch ein schneller Autofahrer jetzt vielleicht anders sieht.

Nach über einer Stunde Diskussion und der Ankündigung verschiedener Änderungsanträge, die z.B. nur die Leinenpflicht, ohne Auslaufgebiet (SPD) oder auch die Einführung eines Hundehalterführerscheins für alle Besitzer, die ohne Leine laufen wollen (auch SPD) zum Ziel hatten, haben wir die Debatte abgebrochen und eine Abstimmung verlangt. Eine knappe Mehrheit lehnte schließlich unseren Antrag ab. Zustimmung erhielten wir von der FDP und AfD sowie einem Fraktionsmitglied von BVB/Freie Wähler. Die übrigen Mitglieder dieser Fraktionen sowie Gemeindevertreter von GiP, SPD und Grüne lehnten unseren Antrag ab. Der Bürgermeister hat sich enthalten.

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