CDU Panketal

Aktuelles aus Ortsverband & Fraktion - Juni

Liebe Panketalerinnen und Panketaler,

um der Einwohnerzahl Panketals gerecht zu werden, sind in den nächsten Jahren viele Erneuerungen und Erweiterungen an den Wasser- und Abwasseranlagen des Eigenbetriebs notwendig.

Angefangen bei einer neuen Filteranlage über zusätzliche Reinwasserbehälter bis hin zu einem neuen Wasserwerk. Dabei wird deutlich: diese Maßnahmen gehen zu langsam voran, denn für die Planung und Umsetzung unserer Wasseranlagen fehlt qualifiziertes Personal. Zusätzlich drohen wir Expertise durch den Renteneintritt erfahrener Techniker zu verlieren, sodass sich auch bei Wartung und Betrieb ein Engpass abzeichnet. Dabei fällt auf: Während in Panktal nach dem Tarifvertrag Öffentlicher Dienst gezahlt wird, bieten unsere Nachbarn ihren Bewerbern den attraktiveren Versorgertarifvertrag, TVV. Nach eingehender Abwägung in der AG Wasser wurde im Juni daher die Anwendung des Versorgertarifvertrages auch im Eigenbetrieb Panketal für das technische Personal beschlossen. So stellen wir sicher, dass der Eigenbetrieb auf Augenhöhe mit anderen Versorgern um gute Mitarbeiter werben kann.

Zur Wahrheit gehört jedoch auch: Diese Gehaltsanpassung wird in einer Gebührenerhöhung münden und genau darin lag der Kritikpunkt bei der Abstimmung der Gemeindevertreter. Diese Kritik greift jedoch aus unserer Sicht zu kurz. Eine Fortsetzung der Personalknappheit im Wasserwerk wird ungleich teurer. Externe Planer rechnen Stundensätze oberhalb eines festangestellten Mitarbeiters ab und können viel einfacher an uns verdienen, wenn niemand mit Ortskenntnis und Fachexpertise ihre Nachträge prüft. Der Vorschlag der AfD-Fraktion, die Gebühren stabil zu halten und stattdessen das Eigenkapital des Eigenbetriebs aufzuzehren, ist ebenfalls keine Lösung. Die im Eigenkapital enthaltenen Rücklagen wurden für die Finanzierung neuer Wasseranlagen gebildet, um einen sprunghaften Gebührenanstieg zu verhindern. Sollten diese Rücklagen anderweitig verbraucht werden, wird eben dieser sprunghafte Anstieg eintreten. Auch den gängigen Vorwurf, der Eigenbetrieb mache hohe Gewinne, möchten wir hier erwidern. Der Eigenbetrieb macht keinen Gewinn im Sinne eines privatwirtschaftlichen Unternehmens. Die Gebühren entsprechen einer Umlage der aktuellen und prognostizierten Kosten. Fragen oder Hinweise? Kommen Sie gern zu Ausschüssen und Fraktionssitzungen!

Fraktionssitzung: 15. September, 19 Uhr – „Glaskasten“ im Rathaus.

Text: Christin Enkelmann